Es ist zu ruhig, ich weiß es, aber es fällt auch so schwer....
Das letzte Jahr war kein einfaches Jahr im Aufspringbach, nein gewiss nicht. Schwere Zeiten die wir durchmachen mussten, erst das mit Cassie, dann klar mit Angie wussten wir schon, dass es bald zum Ende zu geht, sie hatte natürlich auch ihr gesegnetes Alter. Dann kamen bei mir zwei Operationen, die letztere dringend und nicht ganz ohne - anstanden. Umzug, Einrichtung einer neuen Wohnung einer unserer Söhne stand an. Dann stand bei Fernando, unserem Elorüden eine OP an, die leider wegen Zahnsanierung verschoben werden musste  (obwohl ich bereits zwei Jahre zuvor die Zähne hatte sanieren lassen, wurden tatsächlich 24 Zähne gezogen!!!!! Seit März war ich wegen der Zähne beim Tierarzt, wo mir immer wieder erklärt wurde, dass er wegen des Herzens nicht operiert werden könnte..... ), Dann ließ ich einen Herzultraschall machen in der Wiesbadener Klinik mit dem Befund "pumperlgesund, nix am Herzen". Die große und schwierige, wie auch teure OP wurde dann auf den 18. Dezember verschoben, die Verheilung der Wunden der Zahnop verlief gut.

Am 15. Dezember zog es mir die Beine weg. Meine Mutter, die vor 2 Jahren von Mainz nach Bad Langensalza zog, stürzte unglücklich und fiel auf den Kopf, so schwer, dass sie ins Koma fiel und daraus auch nicht mehr aufwachte. Das Gerinnsel, dass sich bildete konnte nicht operiert werden.  
Als ich in der Klinik anrief, wie es meiner Mutter geht, werde ich an die Ärztin weitergeleitet, die mir sagt, dass sie gerade verstorben ist. Der absolute Horror!!!!

Der einzige Trost ist, dass sie sehr schwer krebskrank war und ihr durch den Sturz sicher viele schlimme Schmerzen erspart wurden, doch nun war die Zeit rum, schneller als wir es alle erwartet hatten. Ich konnte mich nur noch am Totenbett von ihr verabschieden, eine schlimme Erfahrung für mich und meine Lieben. Wir wollten uns vor Weihnachten so gerne sehen und hatten nur noch auf ihren Anruf gewartet. Man sieht wie schnell die Zeit vergehen kann und plötzlich ist ein Mensch nicht mehr da. 

Da die OP von Fernando in einer speziellen Klinik gemacht werden musste, entschieden wir, sie nicht für den 18. Dezember, trotz der Trauer abzusagen.
Fernando hatte es geschafft, eine sehr schwierige und nicht immer glückende OP, hatte er im hohen Alter doch geschafft, ich konnte ihn am Abend mit heim nehmen. Doch er gefiel mir nicht, er war nicht so, wie nach der großen Zahnop. 
Am nächsten Morgen hatte er hohes Fieber, ich sofort zum Arzt, der meinte, es sähe alles gut aus. Er bekam Infusionen und Medikamente aber er war ganz anders. Auf einmal kippte er nachmittags hier daheim zur Seite, ich rief in der Klinik an, ich sollte sofort nach Wiesbaden kommen, doch ich entschied anders, ich wusste, diesen Weg schafft er nicht mehr und ging in Alzey zum Notdienst. Ein schlimmer Eiterherd lief aus dem Maul, er hatte wieder hohes Fieber. Sofortige Maßnahmen ihn zu operieren waren zwecklos, die dritte OP schaffte sein Herz-Kreislauf nicht mehr, ich sagte es vorab schon, das packt er nicht.

Zeit zum Trauern blieb überhaupt nicht, ich war damit beschäftigt, die Wohnung meiner Mutter aufzulösen, die Hin-und Herfahrerei nahm soviel Zeit in Anspruch (wenn man gut durchkam, 3- 3 1/2 Stunden, einfache Fahrt) die Feiertage und die Tage zwischen den Jahren wurden dafür genutzt, denn die Tiere mussten hier ja auch betreut werden und Rainer hatte Gottseidank frei. Meine Männer waren eine sehr große Hilfe, denn das war kein Zuckerschlecken, diese 3- Zimmerwohnung aufzulösen. Sehr gute Möbel und auch die Kleidung waren nicht zum Wegwerfen gedacht, geschweige denn für den Sperrmüll.

Am 2. Januar war dann die Beisetzung, beginnt so ein gutes neues Jahr???
Ich will nicht undankbar sein, aber man fragt sich schon, muss das alles sein? Ja und deshalb war hier alles sehr still um unsere Zuchtstätte.
Erst jetzt, wo wir alles geschafft haben - viel früher als gedacht - können wir mal langsam runterfahren. Wir haben die Wohnung geräumt, komplett renoviert, kamen früher aus dem Mietvertrag und haben die Möbel und Kleidung an hilfsbedürftige Menschen gegeben. Das wäre auch im Interesse meiner Mama gewesen, die Wohnung hat eine Familie bekommen, die gerade am 9. Januar ihr erstes Baby bekommen hat. Das ist alles ein gutes Gefühl und wir haben auch viel Glück im Unglück gehabt.

Bitte seid nicht böse, wenn die Spaziergänge noch etwas dauern, aber ich muss hier auch erst mal wieder klar kommen und alles wieder in ruhigeren Bahnen laufen und Zeit zum verarbeiten brauche ich auch, es ist auch einiges liegen geblieben, was erledigt werden muss. Aber dann starten wir wieder los!

Unsere Finja ist währenddessen Mitte Januar auch noch läufig gewesen, ja wir haben sie decken lassen von unserem Junkie (genannt Charly) und hoffen auf Welpen Mitte März. Es werden rauhaarige und glatthaarige Bärchen werden und ich glaube, dass nach diesen schlimmen Tagen es auch wieder Freude geben sollte! 

Danke auch an Michi und Martin für Eure Mithilfe und dass wir so spontan am frühen Morgen kommen konnten (da war es noch total dunkel, gefunden haben sich die Beiden trotzdem ;-).  

Xenia vom Aufspringbach

Wie doch die Zeit vergeht. Wir denken an dich und wünschen Dir einen wunderschönen Tag in Deiner Familie,
lass Dich knuddeln, wir schicken einen dicken Schmatzer <3